Living Edit – Mein Weg mit der KI
Ein neuer Prozess des Schreibens
Im Laufe der Arbeit an meinen Büchern habe ich einen Prozess entwickelt, den ich Living Edit nenne. Sein Kern ist ein durchgehendes, KI-gestütztes Lektorat, das den gesamten kreativen Prozess begleitet – vom allerersten Gedanken bis zum letzten Satz des fertigen Manuskripts.
Der Prozess beginnt bereits in der Plotphase. Jede meiner Ideen diskutiere ich mit einer KI aus, lasse sie hinterfragen, prüfen und weiterdenken. Auch während des Schreibens selbst folgt auf jedes fertiggestellte Kapitel ein Lektoratsdurchgang am bis dahin bestehenden Manuskript. Bis etwa zur Hälfte des Romans gleicht der künstliche Lektor das Geschriebene zusätzlich mit meinen geplanten Plotpoints ab. Ab der zweiten Hälfte konzentriert er sich ausschließlich auf das Manuskript, so wie es dann vor ihm liegt.
Ein andauernder Dialog
Aus diesem Vorgehen entsteht ein fortlaufender Dialog mit meinem künstlichen Lektor. Ich lerne dabei selbst unglaublich viel – über Dramaturgie, Stil und Figurenzeichnung. Gleichzeitig werden tiefgreifende strukturelle Fehler früh erkannt und vermieden, also genau jene Schwachstellen, die bei einer klassischen nachträglichen Überarbeitung oft zu Frust und endlosen Umbauarbeiten führen.
Was auf den ersten Blick wie eine selbst auferlegte Kette wirken mag, ist in Wahrheit eine Befreiung meiner Kreativität. Ich kann jederzeit meine wildesten Ideen in den Schreibprozess einbringen und muss mir in dieser Hinsicht keine Schranken setzen. Sollte eine Idee dem Buch tatsächlich schaden, weist mich der künstliche Lektor darauf hin und schlägt Alternativen vor. Diese Vorschläge gehören zwar meist eher in die Kategorie »Naja« – doch genau sie sind es oft, die mich zur eigentlichen, besseren Lösung inspirieren.
Die Zukunft des Schreibens
Ich bin überzeugt: Das ist die Zukunft des Schreibens. Eine Zukunft, in der die Kreativität des Autors nicht durch Maschinen ersetzt, sondern durch sie befreit wird. Die Geschichten, die Figuren, die Emotionen – all das kommt weiterhin aus mir. Die KI hilft mir lediglich, diesen Kern so klar und wirkungsvoll zum Ausdruck zu bringen, wie es mir allein nicht möglich wäre.
Transparenz ist mir dabei besonders wichtig. Deshalb lege ich im Folgenden für jedes meiner Bücher offen, in welchem Umfang und auf welche Weise KI konkret zum Einsatz kam.
Gestörte Idylle
Einsatz von KI bei diesem Buch
- Recherche über die technischen Abläufe bei der Milch- und Fleischproduktion
- Erzeugung und Kalkulation eines fiktiven Businessplanes, um die notwendigen Größenordnungen und Implikationen der Geschichte korrekt zu erfassen
- Anreicherung der Charakterbögen von Nebenfiguren mit zur Handlung passenden Details
- Vorschläge zur Einteilung der Akte und Szenen
- Ausführliche Lektoratsanalyse inkl. Verbesserungsvorschlägen
- Erstellung einzelner Bildelemente für das Cover mit ChatGPT
Hinweis: Bei diesem Buch kam bereits eine frühe Vorstufe meines »Living Edit«-Prozesses zum Einsatz. Der durchgehende Dialog mit einem KI-Lektor war hier noch nicht in der heutigen Form etabliert, prägte aber schon wesentliche Phasen der Arbeit am Manuskript.
Todesmarsch nach Jerusalem
Einsatz von KI bei diesem Buch
- Tiefgreifende Recherche von Orten, geschichtlichen Ereignissen – mit anschließender manueller Prüfung der genutzten Quellen
- Erzeugung von Lebensläufen und Charakterbögen von Nebenfiguren
- Zusammenfassen von zu ausführlichen Ortsbeschreibungen auf ein übersichtlicheres Maß
- Generierung von Vorschlägen zum Füllen von Handlungslücken
- Lektorat mit dem Fokus auf sprachlicher Konsistenz
- Erstellung von Bildelementen für das Cover
Ich träume dein Leben und lebe deinen Traum
Einsatz von KI bei diesem Buch
- Anreichern von Ortsbeschreibungen mit Details
- Entwürfe und Formulierungshilfen
- Erstellung einzelner Grafikelemente des Covers
Der rote Schnee der Familie Weiß
Einsatz von KI bei diesem Buch
- Vorschläge von Charakterprofilen von Nebenfiguren
- Tiefgreifende Recherche über die echte Familie Schwarz
- Analyse auf Plotlücken
- Erstellung einer Grobstruktur des Plots nach einer Vorlage von mir (Ich habe die gewünschte Handlung und meine Ideen für Plotpoints frei als Diktat eingesprochen und mir dieses strukturieren lassen)
- Erstellung des Coverhintergrunds
Die Mensch Maschine – Sachbuch über KI und Kreativität
Warum ein eigenes Buch über KI?
Das Thema KI und Transparenz liegt mir so am Herzen, dass ich ihm ein eigenes Sachbuch gewidmet habe. In Die Mensch Maschine beschreibe ich ausführlich meinen eigenen Schreibprozess mit KI – von der ersten chaotischen Ideenskizze bis zur finalen Qualitätskontrolle.
Das Buch zeigt ehrlich und offen, wie KI nicht den Autor ersetzt, sondern zum mächtigsten kreativen Werkzeug wird, das je entwickelt wurde. Es erscheint im Februar 2026.
Einsatz von KI bei diesem Buch
Die Mensch Maschine ist fast komplett in enger Zusammenarbeit mit KI entstanden. Erstmals wurde bei diesem Buch auch die Ausformulierung ganzer Kapitel von KI übernommen. Die inhaltliche Konzeption, die Argumentation und die persönlichen Erfahrungen stammen von mir – die sprachliche Umsetzung wurde jedoch in weiten Teilen gemeinsam mit KI erarbeitet.